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Die letzte Ausstellung, die Sie auf Deck C im Raum C4 erwartet, trägt den Titel „Creating Victoria Harbour“ und begleitet Sie auf einer geschichtlichen Zeitreise von 1841, dem Jahr, in dem Hongkong eine britische Kolonie wurde, bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Es wird Sie faszinieren, wie sich Hongkong in den ersten 40 Jahren des Kolonialismus von einem Naturhafen mit kleinen Fischerdörfern zum wichtigsten Handelshafen ganz Chinas entwickelt hat.

In kurzer Zeit entstanden in der Bucht Anlegestellen, Lager und Büros für Händler aus verschiedenen europäischen und asiatischen Ländern.

Eines der interessantesten Werke in diesem Raum ist ein großes Gemälde mit dem Titel „The Alexander Hume Scroll Painting of Foreign Factories in Canton“, das in der gleichnamigen Hafenstadt entstanden ist. Es ist eine „Gouachemalerei“ eines unbekannten Künstler, der diese spezielle, der Temperamalerei ähnlichen Technik, auf Seide anwandte.

Alexander Hume war ein Geschäftsmann, der für die Ostindien-Kompanie in Canton arbeitete, wo er dieses Werk kaufte, das den Hafen in seiner Entstehungszeit um 1772 zeigt.

In Canton befand sich damals der einzige chinesische Hafen, in dem dank eines Erlasses des Kaisers Qing Qianlong der Handel mit dem Westen erlaubt war.

Auf dem Gemälde sind von rechts nach links die Flaggen der Länder zu sehen, die damals in Canton geschäftlich vertreten waren: die Niederlande, Großbritannien, Schweden, Frankreich und Dänemark.

Im Vordergrund sehen Sie die Promenade, bevölkert von Fischern, Händlern verschiedener Nationalitäten, Seeleuten und Beamten.

Im Hafen und im Meer sieht man verschiedene Arten von Booten, von kleinen chinesischen Dschunken bis hin zu großen ausländischen Schiffen.

Die Gebäude im Hintergrund zeigen die Verschmelzung von östlichem und westlichem Baustil.

Insgesamt ist das Gemälde ein einzigartiges Zeitzeugnis für diese Region in der damaligen Epoche.

 

Die Galerie enthält auch Exponate aus der jüngeren Geschichte Hongkongs, wie z.B. zahlreiche Fotos, die die Krise während des Zweiten Weltkriegs unter der japanischen Besatzung und das Wiederaufleben des Seehandels in der Nachkriegszeit dokumentieren.

 

Und noch eine Kuriosität: Das im Jahr 1863 eingeweihte britische Marineschiff H.M.S. Tamar war ab 1897 im Victoria Harbour im Einsatz. Nach einer glorreichen Geschichte wurde es im Dezember 1941 von den Engländern selbst versenkt, um nicht in die Hände der Japaner zu fallen.

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